Amateurfunk: Menschen weltweit erleben!

Betrieb

Alles fing im Oktober 1995 mit der Amateurfunkprüfung der Klasse C an. Damals bekam ich mein erstes Rufzeichen, DG1BDM zugeteilt. Nachdem ich mich einige Jahre intensiv auf die Morseprüfung vorbereitet hatte, gelang es mir im Februar 1998, nach erfolgreicher Prüfung die Amateurfunkklasse aufzustocken. Seit dem ist mein Amateurfunk Rufzeichen DH6BD.

Eine weitere geplante Aufstockung der Funkklasse hat sich dann einige Monate später durch Gesetzesänderungen von selbst ergeben. Ich bin nun im Besitz der Amateurfunk Lizenz CEPT1. Hierbei handelt es sich um die höchste Funklasse die man als Amateurfunker in Deutschland erwerben kann.

Seit Anfang an, also seit 1995, bin ich Mitglied im Deutschen Amateur Radio Club e.V. (DARC). Der DARC teilt sich in verschiedene Ortsvereine auf. Mein Ortsverein ist der OV Worpswede oder auch DOK: I-45 genannt. Wobei "DOK" für Deutscher Orts Kenner steht und das "I" für Distrikt Nordsee. Unser Ortsverein hat auch eine Webseite die ich zur Zeit als Webmaster pflege.
Erreichbar ist die Seite unter: http://darc.de/i45

Meine Station (QTH) befindet sich im kleinen Örtchen Hepstedt, etwa 30 km nordöstlich von Bremen gelegen, Locator JO43MG.
Mein Standort ist zwar nicht besonders hoch, liegt aber doch etwas höher als die nähere Umgebung, ca. 25 Meter über NN, also ein guter Standort für den Amateurfunk.

Seit 1996 nehme ich mal mehr - mal weniger intensiv an Amateurfunk Wettbewerben, die auch Contest genannt werden, teil. In diesen Wettbewerben geht es darum in einer bestimmten Zeitspanne, meistens 24 Stunden, mit so vielen unterschiedliche Stationen wie nur irgendwie möglich zu Funken. Dabei tauscht man Rufzeichen, Raport und diverse andere Stationsbedingte Zahlenkenner aus. Nachdem das Contest Logbuch eingeschickt wurde bekommt man dann seine Platzierung und eventuell auch eine Urkunde zurück.

Andere Beschäftigungen von mir sind das Sammeln von erreichten Ländern, DOKs oder Locator Großfelder auf VHF. Für Verbindungsnachweise (QSL Karten) kann man auch Diplome beantragen. Meistens geht es um das Erreichen von bestimmten Vereinsgruppen oder um Themengebiete von besonderem Interesse. Hierfür denkt sich die Interessengemeinschaft, die ein Diplom ausschreibt, bestimmte Regeln aus, die man dann im Internet oder in den gängigen Zeitschriften nachlesen kann.
Im Sommer 2006 gelang es mir zum Beispiel das begehrte Diplom der deutschen Fußball Weltmeisterschaft in der Kategorie "GOLD", mit der Diplom Nummer 393, zu erwerben. (Bild rechts)



Andere Interessen von mir sind der Selbstbau von Funkzubehör. Ein Netzteil 12V / 45A habe ich bereits gebaut. Ein Kurzwellen Leistungsverstärker ist in Arbeit. Auch die Planung und der Bau von Antennen benötigt viel Zeit, zumal man in Deutschland dazu verpflichtet ist, die gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte einzuhalten und bei der Bundesnetzagentur detailliert anzuzeigen.

Der Amateurfunk bietet eine große Auswahl an Aktivitätsmöglichkeiten an. Nicht nur das Funken über Satteliten oder Funkverbindungen die über den Mond, Nordlichter oder Meteoriten reflektiert werden, bietet der Amateurfunk als Experimentierfeld an. Es sind auch andere, durchaus technikfremde Aktivitäten möglich. Zum Beispiel ergab eine einfache Frage nach den Wetterverhältnissen durch eines unserer Clubmitglieder meines Ortsvereins im Oktober 1991 einen Kontakt nach Minsk. Dadurch entstand ein Schüleraustauschprogramm und zwei Jahre später der gemeinnützige Verein Licht-Strahl-Ost e.V., der Hilfetransporte an notleidende Menschen in Weißrussland organisiert.

Was bedeutet Amateurfunk für mich?

Ein interessantes technisches Hobby das weltweit die Menschen verbindet, über alle politischen Grenzen, Religionen, Behinderungen, Sprachen und Hautfarben hinweg. Für mich "die wichtigste Nebensache der Welt"!